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Unterwegs in Südchina und Shanghai

In kaum einem anderen Land begegnen sich die Gegensätze von Vergangenheit und Gegenwart, Natur und Kultur wie in China.

In Guilin, einem "kleinem" Städtchen (600000 Einwohner) im Süden Chinas beginnt meine Tour . Beim ersten Highlight, die vierstündige Flussfahrt auf dem Li- Fluss nach Yangshuo, vorbei an Feldern und bizarren Felsformationen, bin ich schon fasziniert. In Yangshuo angekommen begegnen mir die für diese Gegend typischen Kormoran- Fischer und die allgegenwärtigen Postkartenverkäufer. Am Nachmittag habe ich dann die Möglichkeit die beeindruckende Karstlandschaft zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Bauern, die ihre Reisfelder mit Wasserbüffeln bearbeiten, jede Menge Gemüsefelder und auch Orangenplantagen bekomme ich zusehen.

Am nächsten Tag fahre ich weiter mit dem Bus nach Longsheng. Die größten Reisterassen, die ich je gesehen habe und eine Übernachtung in einem landestypischen Guesthouse mittendrin erwarten mich in luftiger Höhe. Hier gibt es keine Straßen mehr sondern nur noch schmale Pfade, so dass das letzte Stück nur zu Fuß und mit kleinem Gepäck zu meistern ist. Am folgenden Morgen geht es aber auch schon wieder runter und ein Inlandsflug bringt mich zum nächsten Punkt meiner Rundreise nach Dali, einer mediterran geprägten Stadt am Erai- See. In der schönen Altstadt treffe ich auf viele Backpacker, ansonsten gibt's hier mehr chinesische Touristen. Am Nachmittag sehe ich mir noch die 3 Pagoden an, die als Wahrzeichen der Stadt gelten.

Am frühen Morgen startet der Bus nach Lijiang auf etwa 2600m über dem Meeresspiegel. Die gemütliche Altstadt mit ihren unzähligen kleinen Gassen und Flussläufen wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Wie auch schon in Longsheng und Dali treffe ich auf völlig unterschiedliche Minderheiten mit ihren farbenfrohen Trachten und merkwürdigen Bräuchen. Ich besichtige einen Tibetischen Tempel und auch den Jadegipfel - Tempel mitten in einem wunderschönen Park und im Hintergrund immer wieder die teilweise schneebedeckten und über 5500m hohen Ausläufer des Himalayagebirges.

Abflug nach Shanghai, die zweitgrößte Stadt Chinas mit 19 Millionen Einwohnern. Keine andere asiatische Metropole hat sich in den letzten Jahren so stark entwickelt wie Shanghai. Hochmoderne Wolkenkratzer aber auch eine Altstadt mit engen Gassen und einem traditionellen Garten faszinieren mich.

Etwas Zeit zum shoppen sollte man hier auf jeden Fall einplanen. Die vielen Fake- Märkte (obwohl illegal) und moderne Einkaufszentren begeistern jeden Europäer. Noch schnell ein Foto von der Skyline mit Fernsehturm und ein Sparziergang am Bund, der Flaniermeile am Ufer des Huangpu - Flusses und eine unglaubliche Tour mit vielen Eindrücken und Erlebnissen ist zu Ende.

Irina Klassen
 
 
 
 
 
 
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