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Unterwegs auf Jamaika

Nach ca. 11stündigem Flug landeten wir in Montego Bay, von wo wir noch ca. 2 Stunden mit dem Bus nach Ocho Rios, der ersten Station unserer Rundreise, fuhren. Hier hatten wir erstmal einen Tag zum Relaxen und Baden am Strand, bevor wir dann am nächsten Tag unseren Mietwagen entgegennahmen. Auf Jamaika herrscht Linksverkehr, was aber auch so ziemlich egal ist, da man sowieso immer kreuz und quer fahren muss um den vielen Schlaglöchern auszuweichen. So braucht man etwa für eine Strecke von 100 km ca. 4 Stunden.

In der Nähe von Ocho Rios besuchten wir die berühmten Dunns River Falls. Hier kann man von der Mündung bis nach oben den Wasserfall auf einer Länge von ein paar Hundert Metern mit Hilfe von Guides erklettern. Es gibt auf dem Weg nach oben immer wieder natürliche Pools in denen man baden kann.

Weiter ging es dann über den Rio Grande, wo wir nach einer Weile Preisverhandlung noch eine Floßfahrt unternahmen, nach Port Antonio - einem der am schönsten gelegenen aber schwer zu erreichenden Urlaubszentren Jamaikas.

Am nächsten Tag besuchten wir die "Blaue Lagune", wo ein Teil des gleichnamigen Films gedreht wurde. Dann ging es weiter in die Blue Mountains. Es gibt hier zwei Straßen von Norden nach Süden. Eine etwas bessere, die aber landschaftlich nicht so schön ist, sowie eine landschaftlich schönere aber noch viel schlechtere Straße. Wir entschieden uns für die 2. Variante. Stellenweise dachten wir hier ist gar nichts mehr. Plötzlich war die Straße auf einem kleinen Stück mit Zeltplane überdacht - dahinter und neben uns war ein Abgrund. Die Straße ist irgendwann einmal weg gebrochen. Aber Hilfe nahte. Zwei geschäftstüchtige Einheimische, die in der Nähe im Dorf wohnten, gaben uns gegen Mautgebühr von 10 USD (zuerst sollten es 20 sein) eine "Umleitungsstrecke" frei. Einer der Jamaikaner setzte sich in unser Auto und gab Anweisung, wie zu fahren ist. Es ging mit unserem normalen PKW erst einmal rückwärts an den Abgrund und dann mit Speed einen ca. 45° steilen Sandberg nach oben, dann sofort ganz weit nach links, um nicht in den nächsten Abgrund zu stürzen. Die weitere Strecke war dann kein Problem mehr.

Am Ende der Blue Mountains hielten wir noch an einer kleinen Pension zum Essen an. Sie lag traumhaft schön mit Superausblick mitten in den Bergen. Die Betreiber der Pension (Aussteiger) zeigten uns die sehr, sehr einfachen Zimmer und unterhielten sich lange mit uns, da sonst niemand dort war. In ihrem Garten wuchsen nicht nur Obst und Gemüse, aber das ist in Jamaika eben so.

Dann kamen wir nach Kingston. Hier ist natürlich ein Besuch des Bob Marley - Museums ein Muß. Bob Marley und Reggae sind auf Jamaika allgegenwärtig. Weiter ging es über die berühmte Bambusallee zu den YS Wasserfällen mit ihren Klippen und natürlichen Pools, in denen man auch baden kann.

Unsere nächste Übernachtung hatten wir in Treasure Beach, wo wir fast allein im Hotel waren und auch einen ca. 2 km langen Strand für uns fast allein hatten. Auf unserem weiteren Weg nach Negril, machten wir noch eine Bootssafari auf dem Black River durch die Mangrovensümpfe, in denen auch viele Krokodile leben. Zum Schluss verbrachten wir noch ein paar Tage am schönen Strand von Negril, einem der größten touristischen Zentren Jamaikas. Hier dominieren große All inclusive - Hotels. Nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der letzten Tage war das für uns doch eine ziemliche Umstellung.

Fazit: Jamaika ist eine wunderschöne, sehr grüne Insel mit schönen Stränden und auch sehr freundlichen Menschen, die sowohl für Abenteurer als auch für Sonnenanbeter viel zu bieten hat.

Yeh man

Andrea Kirchhof
 
 
 
 
 
 
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