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Für viele sind die Seychellen die
schönsten Inseln der Welt. Auf dieser Inselgruppe erlebt
man die Unversehrtheit der paradiesischen Landschaft mit
üppiger tropischer Vegetation, schillernd bunter Unterwasserwelt
und kristallklarem Wasser. Ihre vollkommenen Buchten mit
dem sanduhrfeinen, weißen Sand und den bizarr geformten
Basaltfelsen, die aussehen wie Skulpturen, kennt man aus
zahlreichen Werbespots.
Nach einer Flugzeit von gut 13 Stunden mit Stopp in Paris
landete ich auf dem Flughafen von Mahe. Diese ist mit
27 km Länge und 8 km Breite auch die größte Insel des
Archipels. Die Inselhauptstadt Victoria ist mit knapp
30000 Einwohnern die kleinste Hauptstadt der Welt. Bereits
auf dem Weg vom Flughafen zu meinem ersten Hotel am Strand
von Beau Vallon fiel mir die Sauberkeit der Insel auf,
was ich so dicht an Afrika nicht erwartet hätte.
Am nächsten Tag mietete ich ein Auto um die Insel zu erkunden.
So habe ich dann in den nächsten 3 Tagen einen schönen
Strand oder Wasserfall nach dem nächsten entdeckt. Teilweise
musste man auch längere Fußmärsche auf sich nehmen, wurde
am Ende aber mit einem traumhaften menschenleeren Strand
belohnt. Es empfiehlt sich für unterwegs immer etwas zu
Essen mitzunehmen, da es mit Restaurants etwas problematisch
werden kann. Am Wochenende zieht es auch viele Einheimische
mit Ihren großen Familien an die Strände. Dort lässt man
es sich dann bei einem Barbeque und Musik gut gehen. Auch
mir bot man den leckeren frisch gegrillten Fisch mit Reis
und Gemüse an, was ich natürlich auch gerne annahm. Übrigens
sind die Seychellois sehr gastfreundliche und zuvorkommende
Menschen. Das merkt man z.B. wenn man sich einmal auf
das Abenteuer "Fahren mit dem öffentlichen Bus" einlässt.
Der Bus ist auf den Seychellen ein sehr preiswertes, nicht
gerade komfortables und nicht immer ganz zuverlässiges
und oft ziemlich volles Verkehrsmittel. Steigt in so einen
Bus eine Mutter mit einem kleinen Kind oder ein älterer
Mensch ein und hat keinen Platz, stehen hier jüngere Menschen
unaufgefordert auf oder nehmen kurzer Hand einfach das
Kind auf den Schoß. So etwas gibt es in Deutschland kaum
noch.
Nach 3 Tagen auf Mahe flog ich dann nach Praslin und fuhr
von dort mit der Fähre nach La Digue. Diese Insel ist
für seine spektakulären Strände bekannt, welche immer
wieder durch bizarr geformte Granitfelsen unterbrochen
sind. Am besten erkundet man die Insel mit dem Fahrrad.
Dabei begegnete ich mitten auf der Straße auch einer frei
lebenden Riesenschildkröte.
Eine Schnorcheltour nach Coco Island, einer kleinen unbewohnten
Insel, war mein nächstes Highlight. Riesige bunte Fischschwärme
und Wasserschildkröten lassen einen die Zeit unter Wasser
vergessen.
Mein nächstes Ziel war die Insel Praslin, bekannt durch
den "Vallee de Mai Nationalpark". Auch hier habe ich mir
für einen Tag ein Auto gemietet. Eine Wanderung durch
den Nationalpark mit seiner legenderen Meereskokosnuß
"Coco de Mer" ist ein Muß für jeden Besucher der Insel.
Die letzten 2 Tage meines Aufenthaltes faulenzte ich an
dem für mich schönsten Strand den ich je gesehen habe,
dem "Anse Lazio". Dieser Strand ist mit dem öffentlichen
Bus und einen kleinen Fußmarsch leicht zu erreichen. Für
das leibliche Wohl sorgen zwei kleine Restaurants. Ansonsten
ist mir auf den Seychellen aufgefallen, dass die schönsten
Strände der Inseln unbebaut sind. Im ersten Moment war
es etwas gewöhnungsbedürftig, immer weitere Entfernungen
zum Baden zurücklegen zu müssen. Aber so haben sich die
Seychellois ihr Paradies bewahrt.
Andreas Kirchhof
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